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Ratten |
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| Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha) Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea) Familie: Langschwanzmäuse (Muridae) Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae) Gattung: Ratten (Rattus) Eines der wenigen Tiere, das zum Glück einen Imagewandel vom Ekeltier zum Streicheltier erfahren hat. Wer immer noch Ängste vor diesen belasteten Nagern hat, dem sei gleich vorab gesagt, daß diese Ängste unbegründet sind. Die Ratte ist nicht der Krankheitsüberträger par excellence. Diese anpassungsfähigen Tiere übertragen auch nicht die Pest (ist nicht ausgerottet, sondern kommt z.B. in Indien wieder vor) auf den Menschen, sondern vielmehr der Rattenfloh, der auf ihrem Haustier nicht zu finden sein wird. Die Ratte ist lediglich der Träger, aber nicht der Überträger. Träger des gefürchteten Erregers sind außerdem viele andere Nagetiere, wie z.B. Hörnchen. Ratten sind Nagetiere aus der Familie der Mäuse und vollbringen Höchstleistungen in Bezug auf Anpassungsfähigkeit, was ihre mittlerweile weltweite Verbreitung bestätigt. In Indien sind diese Tiere heilig und werden in Tempeln mit eigens für sie zubereiteten Speisen verwöhnt. Dementsprechend einfach gestaltet sich die Haltung. Da Ratten äußerst gesellig sind und ausgeprägte Sozialstrukturen besitzen, sollten sie zu mehreren vergesellschaftet werden. Einen großen Käfig kann sich leicht jeder selber bauen, und so gleich durch Etagen, Röhrensysteme zum Durchkrabbeln und dergleichen mehr für diese interessanten Tiere kurzweilig gestalten. Ratten sind keine heftigen Nager, also muß bei der Konstruktion einer Behausung nicht das härteste Material verbaut werden. Ratten sind von Natur aus Allesfresser, aber ernähren sich an einem gut gedeckten Tisch fast ausschließlich vegetarisch. Reichlich frisches Obst und Gemüse anbieten, dazu Rattenfutter oder hochwertige, zuckerfreie Müslis. Ab und zu etwas Käse und Quark oder Naturjoghurt. Gewisse Fettanteile in Maßen sind für den Stoffwechsel lebensnotwendig. In Butter geschwenktes Gemüse wird gerne angenommen. Aber keine scharf gewürzten oder salzigen Speisen anbieten. Finger weg von Nacktratten, schwanzlosen Ratten (der Schwanz ist ein wichtiges Balancier- und Gleichgewichtsorgan!), Rexratten und hochgradig anfälligen weißen Ratten mit roten Augen. Alle diese Züchtungen sind Qualzuchten, die mit genetischen Defekten einhergehen. Für alle von der Norm abweichenden Extremfarben gilt auch das oben gesagte. Die Ratte soll ja kein Dekostück sein, sondern durch lustiges Verhalten, Lebhaftigkeit und Gesundheit begeistern! Mathias Henschel |
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