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Hamster |
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| Klasse: Säugetiere (Mammalia) Überordnung: Euarchontoglires Ordnung: Nagetiere (Rodentia) Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha) Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea) Familie: Cricetidae Der Goldhamster (Mesocricetus auratus) kam erst im 19. Jahrhundert aus Syrien zu uns. Er ist aber nicht der einzige Hamster, der sich für die Heimtierhaltung eignet. Der chinesische Streifenhamster (Cricetulus griseus), der Dsungarische Zwerghamster (Phodopus sungorus), der Roborowski-Zwerghamster und der Campbelli-Zwerghamster (Phodopus sungorus campbelli) eignen sich auch hervorragend als Haustier. Wer allerdings einen kuschligen, zahmen und folgsamen Hausgenossen sucht, ist mit einem Hamster nicht gut beraten. Ebenfalls eignen sich Hamster nicht für kleinere Kinder, weil diese Tiere nachtaktiv sind. Es grenzt an Tierquälerei, Hamster am Tage zum Spielen zu wecken. Wer aber ein eigenbrötlerisches Tier sucht, daß sich interessant verhält und gut beobachten läßt, der liegt bei der Wahl eines Hamsters genau richtig. Hamster sind Einzelgänger, die nur in der Paarungszeit einen Artgenossen dulden. Die gängigen Goldhamsterkäfige sind in der Regel viel zu klein. Warum nicht gleich ein richtiges Hamsterterrarium einrichten? Hierfür eignet sich ein ausgedientes Großaquarium, in dem der natürliche Lebensraum, die Wüsten und Halbwüsten naturgetreu nachgebildet werden können. Die Sauberhaltung ist relativ einfach, weil Hamster Ihre Ecken für die großen und kleinen Geschäfte haben, an denen regelmäßig, am besten täglich der Sand erneuert wird. Trinkwasser sollte wie bei allen Nagetieren in einer Nippeltränke gereicht werden. Hamster werden mit den üblichen Futtermischungen für Goldhamster ernährt. Obst, Gemüse und Wildkräuter (siehe Buchtips am Ende dieser Seite) sorgen für Abwechslung. Hamster sind allerdings keine reinen Vegetarier. Grillen und Wanderheuschrecken aus dem Terraristik-Fachhandel sorgen als Lebendfutter für Abwechslung, und der Hamster kann so seinen "Jagdtrieb" ausleben. Zusätzlich kann gekochtes Ei, Quark und Joghurt gereicht werden. Kalksteine für Nagetiere aus dem Fachhandel, Äste von Obstbäumen und Haselnußzweige sind nicht nur gut für den Nagetrieb, sondern auch gesund, weil sich unter der Rinde von Zweigen wertvolle Vitamine und Mineralien befinden. Übrigens: In einem großen, artgerecht eingerichtetem Käfig hat ein Laufrad nichts zu suchen! Mathias Henschel |
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